Steinmetzgeschichte

Foto Brigitte Fuchs: Steinmetz an der Ausstellung „Bauen und Wohnen“ in Wettingen

 

Drei Steinmetze arbeiten auf einer Baustelle. Ein Passant fragt sie danach, was
sie tun.
Der erste Steinmetz räumt mürrisch Steine zusammen und sagt: „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt.“ Der zweite Steinmetz klopft mit wichtiger Miene auf seinen Stein, während er antwortet: „Ich liefere die beste Steinmetzarbeit weit und breit.“ Der dritte Steinmetz aber schaut den Fragenden ruhig und mit glänzenden Augen an und sagt: „Ich baue eine Kathedrale.“

 

Diese immer wieder leicht anders erzählte Geschichte wird Michelangelo zugeschrieben, taucht aber an unterschiedlichen Orten auf und kann nicht zweifelsfrei einem Verfasser / einer Verfasserin zugeordnet werden.

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16 Antworten auf Steinmetzgeschichte

  1. merlin sagt:

    den zufriedenen und glücklichen gehört die welt 🙂
    wie lange man früher wohl an einer kathedrale gebaut hat?
    heute geht es auf den baustellen jeweils hektisch zu und her.
    da wird wohl auch eher steinmetz 1 an der arbeit sein.
    glg. aus dem regenrauschen

  2. Quer sagt:

    Mit deiner Einschätzung liegst du sicher goldrichtig.
    Das kurze Regenrauschen ist hier schon wieder vorbei. Dem frisch gedüngten Rasen hätte etwas mehr nicht geschadet.
    Euch und uns einen zufriedenen und glücklichen Tag!
    Herzlichen Gruss.

  3. Zitante Christa sagt:

    Wenn man vom Klein-klein des Alltags den Blick auf das Große wirft, können sehr motivierende Ziele entstehen… Ich mag diese Unterhaltung sehr!

    Allen einen erhebenden Blick auf den Horizont
    – gleich ob grau oder hellblau –
    wünscht
    Christa

  4. Quer sagt:

    Danke, Christa. Ja, solche Unterhaltungen sind sehr aufschlussreich und regen zum Nachdenken und Vertiefen an.

    Hab auch einen feinen Tag! Und sei lieb gegrüsst!

  5. PepeB sagt:

    Das ist wohl der Unterschied zwischen arbeiten und erschaffen!
    Sonnige Grüße aus München
    Petra

  6. Quer sagt:

    Genau: Das leuchtet ein. 🙂
    Lieben Gruss in deinen Sonnentag.

  7. Gerhard sagt:

    Den Blick für’s Ganze!
    Eine Vision zu haben haben, ist heutzutage verpönt – man soll ja in der Gegenwart leben.
    „Ich beklopfe einen Stein“ wäre demgemäss die richtige Antwort.
    Lieben Gruß

  8. Quer sagt:

    Ach ja, der Zeitgeist. Gut, dass man sich dem auch verweigern kann.
    Danke für deine treffende Antwort, Gerhard.
    Lieben Retourgruss.

  9. Hausfrau Hanna sagt:

    Die grosse Mehrheit,
    liebe Frau Quer,
    wird wohl pragmatisch antworten wie Nr.1!
    Narzissten wie Nr. 2 gibt es bestimmt auch.
    Und die innere Berufung, die Nr. 3 ausstrahlt, ist wohl etwas ganz Seltenes…

    Lieben Gruss in den Auffahrtstag
    Hausfrau Hanna

    • Quer sagt:

      Das haben Sie fein auf den Punkt gebracht, liebe Hausfrau Hanna!
      Die innere Berufung ist zwar der Idealfall, aber eher selten, wie Sie zu Recht sagen.

      Liebe Regennachmittagsgrüsse.

  10. Mona Lisa sagt:

    Den Sinn des Lebens bestimmen wir mit unserer Einstellung.
    Muss ich mir auch immer mal wieder sagen, vor allem, wenn ich Dinge erledigen muss, die ich gar nicht mag.
    Herzliche Feiertagsgrüße

  11. Britta sagt:

    Die Sicht auf die Dinge kann so vieles verändern. Schönes Beispiel!
    heitere Grüsse Britta

  12. Quer sagt:

    Du sagst es, Britta.
    Und an dieser Sicht können wir manchmal auch etwas rütteln…
    Heiteren Regengruss zu dir.

  13. Szintilla sagt:

    Wer sich berufen fühlt ist von dem was er tut beseelt,
    wer einen Beruf ausübt, hat seine Berufung verfehlt.

    Eine sehr schöne Geschichte, ich mag diese kleinen Weisheitsgeschichten.

    Liebe Grüße,
    Szintilla

  14. Quer sagt:

    Ich mag solche Geschichten auch, sie erklären ohne zu moralisieren.

    Herzliche Abendgrüsse zu dir, Szintilla.

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